Füllungen

Füllungen ermöglichen die Sanierung von Defekten geringer Ausdehnung. Die dazu in der Regel erforderlichen Präparationsschritte werden nach Absprache mit Ihnen auch gerne unter lokaler Anästhesie durchgeführt.


Als Füllmaterialien kommen im Frontzahnbereich Kunststofffüllungen, im Seitzahnbereich Kunststofffüllungen und Amalgamfüllungen in Betracht.


Amalgam als Füllmaterial weist sehr gute Materialeigenschaften und gute Verarbeitung auf, ist aber seit Jahren sehr umstritten.


Die Kunststoffmaterialien sind nach langen Jahren der Entwicklung nun von einer Qualität, welche ihre Anwendung auch im stark belasteten Seitenzahnbereich ermöglicht.


Das Wort Amalgam, jenes Füllungsmaterial, für das die Kasse vollen Kostenersatz bietet, steht seit langem in Diskussion. Die Angst vor der schädigenden Wirkung des enthaltenen Quecksilbers ist weitverbreitet.


Einer der besonders engagierten Vertreter dieser Haltung ist Dr. Max Daunderer aus München, dessen Methoden und Interpretationen allerdings auch sehr umstritten sind. Vielleicht sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass man bei der Bewertung dieser Gruppe von Exponenten auch in Betracht ziehen muss, dass natürlich mit dem Ersatz von Amalgamfüllungen in großem Stil und damit verbundenen Ausschwemmungstherapien auch ein gewisses finanzielles Interesse verbunden sein könnte.


Es gibt auf der anderen Seite auch durchaus seriöse Studien, die zu dem Schluss kommen, dass sich eine Beziehung zwischen Amalgam und den dem Quecksilber zugeschriebenen Symptomen nicht nachweisen lässt. Auch sind die im Blut und Harn nachweisbaren Mengen (wir haben Harntests in unserer Ordination durchgeführt, die das bestätigt haben) deutlich unter den bekannten Grenzwerten liegen. Die Gegner argumentieren mit der Speicherung des Quecksilbers in den Geweben. Natürlich stehen auch hier finanzielle Interessen im Raum: So würde eine eindeutige Bestätigung der Gefahr durch Amalgam bedeuten, dass die Krankenversicherer mit beträchtlichen Mehrkosten zu rechnen hätten. Die Dentalfirmen hingegen verkaufen natürlich lieber die teuren Kunststoffmaterialien, sodass sie im Zweifel also eher den Amalgamgegnern gewogen sind.


Die Amalgamdiskussion wird also weiter schwelen und wohl auch unentschieden bleiben – sodass jeder Patient leider bei der Entscheidung auf sich selbst gestellt ist.


Meine persönliche Meinung ist, dass Kunststoffmaterialien inzwischen durchaus geeignet sind, Amalgam zu ersetzen. Panik erscheint mir aber nicht angebracht! Radikale Entfernung von intakten Amalgamfüllungen und Ersatz durch Kunststoff oder gar technische Lösungen halte ich jedenfalls nicht für sinnvoll. Dies stellt durch die möglicherweise erforderliche umfangreiche Behandlung ein große Belastung dar und führt zweifellos auch zu einer akuten Spitzenbelastung mit Quecksilber, da beim Entfernen und Legen mehr von diesem Metall freigesetzt wird. Darüberhinaus entstehen natürlich auch Kosten. Da ist bei Ersatz defekter Füllungen, beziehungsweise bei neuen Füllungen die Anwendung von Kunststoff statt Amalgam und damit schrittweiser Austausch wesentlich sinnvoller.